Geschichte der Gemeinde Essen (Oldb.)

Die Gemeinde Essen blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück.

Eindeutige Funde aus der jüngeren Steinzeit (3000-1800 v.Chr.) weisen auf eine Besiedlung im Bereich der Gemeinde hin.

So wurde in den Bauerschaften Bartmannsholte und Uptloh vom Staatlichen Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Oldenburg in einem Hügel reichhaltiges jungsteinzeitliches Material (Gefäße, Flachbeile und Feuersteinpfeilspitzen) gefunden.

Auch die Gräberfelder in den Ortsteilen Herbergen, Ahausen und in der Gegend um Nordholte und Calhorn geben Auskunft über die Existenz des vorgeschichtlichen Menschen im Gemeindegebiet.

Anhand der Orts- und Flurnamen sowie schriftlicher Überlieferungen ist ersichtlich, daß in der Gemarkung Essen bereits im frühen Mittelalter mehrere Siedlungen vorhanden waren.

Urkundlich erwähnt wird Essen in einer Urkunde aus dem Jahre 968, nach der die Gemahlin Alaburg oder Altburg des Gaugrafen Heinrich, der seinen Wohnsitz auf der Burg Arkenoa (Arkenau) in Brokstreek hatte, in Essen eine Basilika errichten ließ.

In einer weiteren Urkunde verkündet Simon, Graf von Tecklenburg, daß ein Benediktinerinnen – Kloster gegründet werden soll.

In der Mitte des 15. Jahrhunderts entstehen die Adelsgüter Velthaus, Groß- und Klein- Arkenstede, Vehr, Lage und Calhorn.

Ebenfalls aus der Zeit Karls des Großen, unter dem das Münsterland in Gaue eingeteilt wird,  stammt die Einrichtung von Meierhöfen (Große Beilage, Crone-Mün- zebrock, Richthof).

Zum Hasegau gehören Essen, Löningen, Lastrup, Lindern, Borg und Menslage.  Der große Brand in Essen im Jahre 1601 äschert das halbe Dorf ein.

Auch Kirche, Schule und Kaplanei brennen nieder, die Kirche wird provisorisch wieder errichtet.

Durch den Dreißigjährigen Krieg und seine Begleiterscheinungen (Pest im Jahr 1659, Pocken im Jahr 1661) erstirbt das Leben in der Gemeinde fast völlig.

Im Jahr 1651 zählt Essen nur noch 685 Einwohner. 1703 gibt es etwa 3.000 Einwohner.

1803 wird das alte Amt Cloppenburg und damit auch die Gemeinde Essen dem Herzogtum Oldenburg zugeschlagen.

Unter Pastor Meyer wird 1870 mit dem Neubau der jetzigen Kirche begonnen und der Bau im Jahre 1875 unter Pastor Möhlmann zu Ende geführt.

In diesem Jahr erfolgt der Anschluß der Gemeinde Essen an die 1. Oldenburgische Südbahn (Oldenburg-Quakenbrück).

1888 wird die Strecke Essen – Löningen dem Verkehr übergeben und Essen somit zum Eisenbahnknotenpunkt.

Der erste und zweite Weltkrieg reißen erneut große Lücken in die Bevölkerung der Gemeinde. Durch den Zuzug von Evakuierten und Ostvertriebenen nimmt die Gemeinde einen bis dato nicht zu verzeichnenden Aufschwung.

Ende 1949 beträgt die Zahl der Flüchtlinge bei einer Gesamtbevölkerung von 8.476 Einwohnern  2.691 = 31,7 %.

Nach Eingemeindung der Hengelage nach Quakenbrück im Jahr 1972 zählt die Gemeinde Essen 6.790 Einwohner.

In den letzten zehn Jahren war ein verstärkter Zuzug von Aussiedlern zu verzeichnen.

Heute leben ca. 8.500 Einwohner in Essen/Oldb.

Chronik und Prospekte

Die Gemeinde hat zwei Bände zu ihrer Geschichte erstellen lassen.

Weitere Bände sind geplant.

Prospekte liegen zur kostenlosen Mitnahme u.a. im Rathaus aus.